Biologieunterricht
Prinzipien des Biologieunterrichts:
Im Biologieunterricht an der RSW spielen originale Begegnungen und Erfahrungen an außerschulische Lernorten eine besondere RolleAngefangen in Klasse 5 und 6 mit Bestimmungsübungen an Pflanzen im Umfeld Schule, dem Besuch beim Förster im Tiergarten, einem Tag auf dem Bauernhof oder einem Unterrichtsgang zum Zoo ergeben sich für die Schülerinnen und Schüler Möglichkeiten zur unmittelbaren Begegnung mit der Natur. Sie gewinnen erste Einsichten zur Bedeutung der Verantwortung des Menschen der Natur gegenüber.
Förderung des Umweltbewusstseins:
Die Förderung des Umweltbewusstseins ist ein wesentlicher Aspekt des Biologie- bzw. naturwissenschaftlichen Unterrichts. Einen wichtigen Beitrag hierzu stellt die Teilnahme der RSW am Öko-Audit und die Durchführung verschiedener Unterrichtsgänge dar.
Zum Thema Wasser (Kreislauf, Verschmutzung und Reinigung) in Klasse 7 nutzen wir regelmäßig Führungen im Wasserwerk Hohe Ward und in der Kläranlage in den Loddenbüschen.
Als Beitrag zum verantwortungsvollen Umgang mit Gewässern wird im Rahmen einer Bachpatenschaft jedes Jahr von einer Schülergruppe die Angel gesäubert.Einsichten in ökologische Zusammenhänge gewinnen die Schüler/innen durch Exkursionen in den Tiergarten oder in die Rieselfelder, einem wichtigen europäischen Vogelschutzgebiet, oder auch bei Gewässeruntersuchungen an der Angel.
Der Zusammenhang zwischen dem Zustand eines Gewässers und dem Vorkommen bestimmter Wasserorganismen als Bioindikatoren oder die Abhängigkeit der Artenvielfalt vom Verlauf eines Gewässers – naturbelassen oder begradigt – wird durch das Untersuchen und Erleben vor Ort besonders deutlich. Die Schüler/innen nehmen die eigene Verantwortung, aber auch die der Gemeinden und anderer Interessengemeinschaften, dem Schutz und Erhalt unserer Ökosysteme gegenüber, deutlicher wahr.
Um das Ökosystem Wattenmeer kennen zu lernen, hat der Biologiekurs in diesem Frühjahr eine Exkursion auf die Nordseeinsel Norderney durchgeführt (s. Schul-Homepage). Mit großem Einsatz und sehr viel Interesse haben sich die Schüler/innen mit diesem besonderen Lebensraum auseinandergesetzt und ihre Ergebnisse in Form einer Ausstellung in der Schule präsentiert.
Zusammenarbeit mit Beratungsstellen und medizinisch-karikativen Einrichtungen:
Im Bereich der Humanbiologie sollte biologisches Fachwissen eng verbunden sein mit dem Erlangen sozialer Kompetenzen. Hierzu können wir gerade in Münster mit dem Besuch einiger sozialer Einrichtungen beitragen:
- Beim Deutschen Roten Kreuz werden die Schüler/innen über die Verarbeitung und vielfältige Nutzung der Blutspenden informiert, sie gewinnen Einsichten über die Bedeutung und Notwendigkeit von Blutspenden.
- Zum Thema Familienplanung, Schwangerschaft und Abtreibung ist ein Besuch der Familienberatungsstelle Pro Familia obligatorisch und auch die Informationen, welche die Schüler/innen durch die AIDS-Hilfe Münster bekommen, sind ein wichtiger Zusatz zum unterrichtlichen Vermitteln des Themas AIDS.
In allen Fällen werden die Schüler/innen von Experten informiert, sie können ihr bereits erlangtes Fachwissen nutzen, um gezielt Fragen zu stellen und sie erleben so, dass Schule mit dem im Unterricht vermittelten Wissen und die Lebenswirklichkeit mit ihren Sachkenntnissen sich nicht ausschließen.
Zum anderen zeigt sich besonders in den Beratungsstellen, dass die Schüler/innen die Lernsituation, losgelöst vom normalen Dreiviertelstundentakt, gern nutzen, um Fragen beantwortet zu bekommen, die sie vielleicht Eltern und Lehrern nicht stellen möchten. Die Aussagen und Meinungen dieser Sachverständigen haben dann bei ihnen ein anderes Gewicht als das, was Eltern und Lehrer vermitteln möchten. Wesentlich ist auch, dass durch das Kennenlernen der Örtlichkeiten und der Menschen, die dort arbeiten, Hemmschwellen abgebaut werden. Die Möglichkeiten der Hilfe in persönlichen Situationen werden somit eher wahrgenommen und genutzt.

