Weltwissen zum Aufklappen: Deeper Learning im Erdkunde-Projekt von Jahrgang 10
Autorinnen des Berichts: Maram und Lili, Klasse 10C
Im ersten Schulhalbjahr haben die 10. Klassen im Erdkundeunterricht ein spannendes Projekt gestartet: Wir haben Lapbooks zu aktuellen geografischen Themen gestaltet. Ein Lapbook ist ein aufklappbares Plakat, in dem Informationen kreativ dargestellt werden. Man schreibt nicht einfach alle Stichpunkte auf, sondern kann sie mit kleinen Heften, Klappkarten, Drehscheiben, Umschlägen und Bildern optisch ansprechend präsentieren.
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Freie Themenwahl und große Vielfalt
Unsere Themen waren vielfältig: Es gab verschiedene Länderprofile, Vulkanismus, den Alpenraum, Naturkatastrophen wie Hurricanes und Tornados sowie Fragen rund um den Klimawandel.
Wir waren in der Themenwahl frei, und die Erdkundelehrerin Frau Bange unterstützte uns bei der Themenfindung, wenn wir unsicher waren. Nachdem der Ablauf geklärt und die möglichen Herausforderungen benannt worden waren, ging es los.
So haben wir gearbeitet:
Wir recherchierten im Internet nach verlässlichen, aussagekräftigen Quellen, wählten die Informationen aus und fassten sie übersichtlich zusammen. Dabei erklärten wir unsere Ergebnisse verständlich und hielten sie in einer klaren Gliederung fest, die auch benotet wurde.
Dranbleiben lohnt sich: Der herausfordernde Teil war, jede Woche dranzubleiben und Aufgaben nicht zu verschieben. Verbindliche Wochenziele halfen uns, strukturiert zu arbeiten und die Bewertungskriterien im Blick zu behalten.
Herausforderungen im Team, Krativität und selbstständiges Arbeiten
Manchmal fehlte eine Schülerin oder ein Schüler und ließ ihre Partnerin oder seinen Partner allein weiterarbeiten. Das war nicht immer leicht, zeigte aber, wie wichtig Kommunikation und Verlässlichkeit im Team sind.
Besonders positiv fanden wir, dass uns selbstständiges Arbeiten zugetraut wurde und wir unsere Lapbooks sehr kreativ gestalten durften. Dabei gab es so gut wie keine Grenzen für unsere Ideen.
Digital erweitert: Eigene Audios und QR-Code-Generatoren
Ein Highlight war, dass wir eigene Texte einsprechen und als Audios über QR-Code-Generatoren verlinken konnten. Das eröffnete uns maximale Ausdrucks- und Gestaltungsmöglichkeiten, die viele von uns bisher noch nicht ausprobiert hatten.
Warum uns das gefällt: Mehr Motivation statt Buchroutine
Wir fanden das viel besser, als die ganze Zeit nur im Buch zu lesen und langweilige Aufgaben zu bearbeiten. Wir konnten selbstständig arbeiten, unser kreatives Können zeigen und uns mit Themen beschäftigen, die uns wirklich interessierten.
Hintergrund: Deeper Learning nach Prof. Dr. Anne Sliwka
Der Begriff Deeper Learning („tieferes Lernen“) wurde im deutschsprachigen Raum besonders von der Pädagogin Prof. Dr. Anne Sliwka geprägt. Es geht nicht darum, Wissen nur auswendig zu lernen, sondern es wirklich zu verstehen, anzuwenden und auf neue Situationen zu übertragen. Schülerinnen und Schüler sollen befähigt werden, kritisch zu denken, Probleme selbstständig zu lösen, im Team zu arbeiten und Verantwortung für ihr Lernen zu übernehmen.
Die drei Bereiche von Deeper Learning: Fachwissen, Kommunikation und Kreativität, Persönlichkeitsentwicklung Deeper Learning verbindet drei Bereiche:
- Fachwissen: Inhalte wirklich durchdringen und verstehen.
- Kommunikation und Kreativität: Ideen ausdrücken, gestalten und zusammenarbeiten.
- Persönlichkeitsentwicklung: Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein stärken.
Erdkundelehrerin Aurelia Bange



