Die Schülerinnen und Schüler der Realschule Wolbeck setzen sich mit einem Netzwerk gegen Mobbing im Internet zur Wehr.

Einer Forsa Umfrage aus dem Jahr 2012 zufolge war jeder dritte Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren in NRW bereits einmal Opfer einer Cybermobbing-Attacke. Beleidigungen, Verleumdungen und Bedrohungen sowie der Missbrauch der Internetidentität sind also keineswegs eine Seltenheit. Viele Cybermobbing-Attacken wirken auf die Klassengemeinschaft zurück oder finden in den Konflikten innerhalb der Klasse ihren Ursprung. Dementsprechend möchte die Realschule Wolbeck ihre Schülerschaft für das Thema  sensibilisieren und aktiv gegen Cybermobbing arbeiten.

Getreu unserem Konzept, den Schülerinnen und Schülern möglichst viel Eigenverantwortung zu übertragen, wählt jede Klasse zwei Mitschüler, bzw. -schülerinnen, die als Cybermobbing-Beauftragte Vertrauenspositionen einnehmen. Diese bilden zusammen ein Netzwerk gegen Cybermobbing und versuchen, auftretende Fälle im Frühstadium zu entdecken und dagegen anzugehen. Sie setzen sich in ihren Klassen verantwortungsvoll für betroffene Mitschüler ein und vermitteln zwischen Konfliktparteien. Bei auftretenden Fällen stehen die Vertrauensschüler durch ihr Netzwerk nicht alleine da, sie können sich mit den anderen Cybermobbingbeauftragten anderer Klassen beraten und gemeinsam vermitteln. Beratungslehrer, Sozialarbeiter und Schulleitung stehen ihnen zur Seite. Für diese Aufgabe, werden die Cybermobbing-Beauftragten von unserem Kooperationspartner „Outlaw“ ausgebildet und von der Schule unterstützt. Es finden monatliche Treffen innerhalb des Netzwerkes und weitere Fortbildungen statt.